24 Stunden

gepostet am February 7th, 2012 in Kategorie: Unternehmen

Vor ungefähr 24 Stunden ging die Homepage meines neuen Unternehmens online. Ursprünglich war mehr Zeit geplant. Mehr Zeit um gegen die Bürokratie zu kämpfen, mehr Zeit um den Blog vorzubereiten, mehr Zeit für Social Media,… wie immer wenn man etwas neues beginnt - mehr Zeit. In diesem Fall war mehr Zeit nicht übrig. Ich / wir arbeite(n) bereits an den ersten Projekten und musste(n) Prioritäten setzen. Der Internetauftritt steht, die wichtigen Netzwerke sind abgedeckt.

Der feine Grad zwischen schlampig und nachgiebig im nicht essenziellen Bereich. Ein Drahtseilakt, den ich aus meiner Sicht gemeistert haben. Für die nächsten Tage steht noch viel auf der Liste. Nachgiebig bedeutet nicht, Dinge zu vergessen, sondern auf bessere Zeitpunkte zu verschieben.

Was mich besonders freut war die positive Resonanz die ich in den ersten Stunden und im Verlauf des ersten Tages erhalten habe. Besonders aus dem engeren Freundeskreis, sowohl von Leuten die davon wussten als auch von denen, die noch nicht wussten, warum ich in den letzten Wochen so wenig Zeit hatte.

Eins möchte ich euch mit auf den Weg geben. Wenn Ihr eine Idee, ein Hobby oder eine Leidenschaft habt und auf der Suche nach einer neuen Arbeit seid - überlegt euch ein Unternehmen zu gründen. Bitte versteht mich nicht falsch. Selbstständig arbeiten oder gar ein Unternehmen führen ist entgegen der weitläufigen Meinung nicht für jeden ohne weiteres möglich. Aber mit etwas Arbeit und Verstand kann es jeder lernen.

Der wohl wichtigste Part neben den bisherigen Aufträgen wird meine Freizeit in den nächsten Wochen sein. Sobald man sein Hobby zum Beruf macht, mit Spass an Projekten arbeitet und der Unterschied zwischen arbeiten und nicht arbeiten verschwimmt, kann es schnell passieren, dass man den Blick für die wichtigen Dinge des Lebens verliert.

Natürlich bedarf meine Tätigkeit einem höheren Zeitaufwand als der eines angestellten Papierschubsers, aber das bedeutet nicht, dass man keine Zeit mehr hat etwas mit Freunden zu unternehmen, Abends einen Film zu schauen oder einfach ein Wochenende mit seiner Freundin zu verbringen. Arbeit muss eben doch nicht immer sein.

Einer der wichtigsten Punkte auf der ist-eigentlich-arbeit-aber-doch-freizeit-liste ist das Redesign dieses Blogs… :)

kein Kommentar, Trackback, als PDF exportieren

Handys

gepostet am January 23rd, 2012 in Kategorie: Vertrieb

Es gibt Arbeitgeber, die sind wohl eines schönen morgens aufgestanden und haben sich spontan dazu entschlossen Ihr Kapital - im übertragenen Sinne - einfach anzuzünden. Ich habe heute mit einem Klienten telefoniert und dessen ehemaliger Arbeitgeber gehört in diese Kategorie.

Gehen wir mal davon aus, dass jedem klar ist, dass man dank dem Vertrieb Umsatzzahlen vorweisen kann. In den seltensten Fällen kommen Kunden, die EC Karte nach vorne haltend, schreiend und bettelnd, dass man so viel wie möglich abbucht, in das Geschäft gerannt.

Natürlich möchte man seine Mitarbeiter so gut es geht unterstützen - also druckt man Visitenkarten auf denen die üblichen Kontaktdaten stehen. Wie es sich für das Jahr 2012 gehört natürlich mit einer Handynummer. Wie könnte es auch anders sein? Man muss ja schließlich nachts um halb 4, während der Mitarbeiter auf Hochzeitsreise ist und man selbst gerade drei Bier zu viel intus hat, nach dem Lieferstatus von Schrauben fragen können. Das Projekt muss ja immerhin in 14 Monaten fertig sein und die Schrauben sind für die Endmontage in 12 Monaten notwendig.

Da Menschen im Vertrieb es bevorzugen - ein Schelm wer “so zu tun” hier einfügen möchte - rund um die Uhr unterwegs zu sein, lassen mehr und mehr nur Ihre Handynummer auf die Visitenkarte drucken oder bringen Ihren Kunden bei, direkt auf dem Handy anzurufen.

Nun hat ein Vertriebsmitarbeiter aber das Unternehmen gewechselt. Ein Mitbewerber hat ein besseres Angebot unterbreitet. Jetzt mal die Quizfrage. Was macht ein Kunde, der sich an einen Mitarbeiter im Vertrieb gewöhnt hat, der ein Produkt möchte und der nun von dem Mitarbeiter viele gute Gründe erklärt bekommt, warum das neue Unternehmen viel besser ist.

Wer auf die Antwort “er bestellt natürlich bei dem alten Unternehmen” abzielt, hat heute morgen wohl zu wenig Kaffee bekommen.

Zum Abschluss den Pro-Tipp der Woche: Geschäftshandys kosten zwar ein paar Euro im Monat - aber sie sind es wert.

kein Kommentar, Trackback, als PDF exportieren

Timo to say goodbye,…

gepostet am January 19th, 2012 in Kategorie: Vertrieb

Ein Trend den ich die letzten Monate und Jahre immer häufiger betrachten konnte war die Evolution des Business Dresscodes im Alltag. Oder um es mit den Worten der meisten plus Fünfziger auszudrücken “die verlotterte Jugend die nicht mal eine Krawatte binden kann“. Aus meiner Sicht spricht nichts gegen das Stück zusätzlichen Stoff um den Hals. Es passt gut zu Anzügen oder Hemden unter Pullovern, sieht gut aus, ändert nichts am Komfort - ich mag meine Krawatten.

Was wir trotz aller Vorlieben nicht verwechseln sollten sind Kleidungsstücke die wir gerne tragen und welche die in den Alltag gehören. Jogginghose? Eher morgens zum Training. Mein geliebter Nike Pullover - lassen wir lieber bis auf zwei Tage im Jahr im Schrank. Aber was ist mit der Krawatte? Jahre lang ein Symbol für Professionalismus und Seriosität. Quasi ein Must-Have wenn man ernst genommen werden will.

Vor einem Jahr habe ich die Krawatte immer häufiger im Schrank gelassen. Während es im Alltag nicht sonderlich seltsam ist, wenn man keine Krawatte trägt, so hat sich doch einiges verändert. In vielen Läden, im Lokalen und auch auf der Straße gewinnt man durch die Krawatte einen anderen Status. Leute agieren freundlicher und zuvorkommender, die Bedienung wird schneller und man bekommt nahe zu direkt einen Verkäufer, selbst wenn diese gerade das gute alte “ich bewege mich nicht, also sehen ich die Kunden auch nicht” Spiel spielen.

Im beruflichen Umfeld sah es etwas anders aus. Zwischen Klient und Krawatte war fast immer eine gewisse Distanz zu spüren. Eine persönliche Beziehung aufzubauen war ein Prozess von zwei bis drei Meetings und nicht immer einfach. Ohne Krawatte oder mit einem Longsleeve spürte man, dass die ursprüngliche Distanz kleiner ist und dadurch wird die eigentliche Arbeit einfach einfacherer.

Müsste ich eine aktuelle Einschätzung abgeben würde ich sagen, dass die Krawatte im privaten Leben besser als im beruflichen platziert ist. Ich habe das letzte Jahr, wie bereits gesagt, immer öfter auf dieses eine Stück Stoff verzichtet und kann es nur empfehlen. Probiert es aus, wartet die Reaktion ab und schaut ob euch der Look gegebenenfalls sogar besser gefällt. Die Zeiten in denen Krawatten zum Business Outfit gehören sind definitiv vorbei.

kein Kommentar, Trackback, als PDF exportieren

Der Kampf um die Umsatzsteueridentnummer

gepostet am January 5th, 2012 in Kategorie: Aktuelles

Ich bin gerade dabei ein neues Unternehmen zu gründen. Mehr Informationen dazu gibt es zu einem späteren Zeitpunkt. Aus privaten Gründen werde ich meine aktuelle Tätigkeit zwar weiter ausüben, aber mein Hauptfokus auf andere Tätigkeiten lenken.

Das Wichtigste dabei ist für mich, dass ich meine gewohnte Qualität erhalte und meine Klienten keinen Unterschied bemerken. Wäre das in dieser Form nicht möglich gewesen, wäre meine Entscheidung für ein neues Unternehmen anders ausgefallen.

Ich war auf Grund der aktuelle Steuergesetze mit meinem Unternehmen nicht Umsatzsteuervorabzugsberechtigt. Dies ändert sich nun, was bedeutet, dass ich mir eine Umsatzsteueridentnummer anschaffen muss. Einfacher gesagt als getan.

Ich bin im Oktober 2010 in meine neue Wohnung gezogen, die in einem anderen Bundesland liegt. Die neue Firma wird ebenfalls hier in Hessen gegründet. Da ich aber noch keine Steuernummer vom Finanzamt Michelstadt zugewiesen bekommen habe, was nach aktueller Aussage wohl daran liegt, dass die Steuer weiterhin von Heidelberg bearbeitet wird, kann ich keine Umsatzsteueridentnummer beantragen.

Dafür muss als erstes Heidelberg die Freigabe für Michelstadt erteilen, die dann wiederum die Bestätigung nach Bonn schicken können, die dann wiederum die Nummer vergeben.

Ich habe also die letzten 3 Stunden damit verbracht mich durch das Deutsche Steuerrecht zu schlagen und mit 3 Finanzbehörden zu telefonieren. Erinnert mich bitte daran, dass ich meinem Steuerberater einen größeren Geschenkkorb an Weihnachten schicke.

Was ich aber auch dazu sagen möchte ist, dass ich durch aus freundliche und kompetente Ansprechpartner hatte. Warum immer jeder nörgelt kann ich nicht nachvollziehen. Mit höflichem Nachfragen und ohne den Leuten das Gefühl zu vermitteln, dass sie die Ausgeburt des Bösen sind, weil sie für ein Finanzamt arbeiten, kommt man auch schnell zu seinen gewünschten Zielen.

Der alte Satz “mit 25€ und 2 Stunden auf der Stadt” ist ein Unternehmen gegründet ist also, nun nachgewiesen, falsch. Diese Kleinigkeit wird sich aber auch noch lösen lassen. Momentan ist der Spass am neuen Unternehmen eh viel zu groß, als dass mich das wirklich nerven würde. Die nächsten Tage gibt es dann ein paar Infos und Tipps zum allgemeinen Umgang mit Firmengründungen.

1 Kommentar, Trackback, als PDF exportieren

31.12

gepostet am December 31st, 2011 in Kategorie: Aktuelles

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch, übertreibt es nicht zu sehr auf den Feiern und verabschiede mich hiermit bis nächstes Jahr.

Für die, die es noch nicht gemerkt haben, Timo-Zimmermann.de feiert 4 Jähriges ;)

kein Kommentar, Trackback, als PDF exportieren